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Aufsuchende Jugendsozialarbeit

Aufsuchende Jugendsozialarbeit

Junge Menschen wachsen heute häufig in einem Umfeld auf, in dem fast sämtliche Räume und Flächen hochgradig monofunktionalisiert wurden. Sie wurden damit immer mehr aus öffentlichen und halböffentlichen Räumen in speziell für sie geschaffene (Rest-)Zonen verdrängt. Überall wo ihre Anwesenheit nicht ausdrücklich gewollt ist, werden sie zumeist als Störfaktoren angesehen. Ihr Streben nach gesellschaftlicher Teilhabe und biografischer Lebensentfaltung kann sich immer weniger auf strukturierte und kalkulierbare Muster stützen.
Der aufsuchende Ansatz reagiert auf die veränderten Bedingungen des Aufwachsens, auf die Entstrukturierung der Lebensphase Jugend, auf die Pluralisierung biografischer Lebensentwürfe und Lebensstilen, den Bedeutungsverlust sozialer Milieus und den Bedeutungszuwachs jugendkultureller Entfaltungen (Szenen).
Die Aufsuchende Jugendsozialarbeit im Stralsunder Stadtteil Knieper wird seit 2015 in Trägerschaft des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V. umgesetzt und wird durch den Landkreis Vorpommern-Rügen, die Hansestadt Stralsund, wie dem Europäischen Sozialfond finanziert. Sie untersteht dem Fachbereich Jugendarbeit und ist der Einsatzstelle der Jugend(sozial-)arbeit angegliedert.