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Inhalt

Satzung

Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.
im Landkreis Vorpommern-Rügen

Inhalt:

§ 1 Name und Werk, Sitz, Geschäftsjahr

§ 2 Zweck und Aufgaben    

§ 3 Mitgliedschaft

§ 4 Gemeinnützigkeit

§ 5 Vermögen

§ 6 Mitglieder

§ 7 Pflichten der Mitglieder

§ 8 Organe des Vereins

§ 9 Mitgliederversammlung

§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

§ 11 Vorstand

§ 12 Einberufung und Beschlussfassungen des Vorstandes

§ 13 Aufgaben des Vorstandes

§ 14 Geschäftsführung

§ 15 Förderkreis

§ 16 Finanzierung

§ 17 Datenschutz

§ 18 Auflösung

§ 19 Inkrafttreten

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§ 1 Name und Werk, Sitz, Geschäftsjahr

1.    Das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

2.    Der Name des Vereins lautet: „Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.“. Die Umsetzung des Vereinszweckes, seiner Ziele und Aufgaben erfolgt vorwiegend auf dem Gebiet des Landkreises Vorpommern-Rügen.

3.    Der Verein hat seinen Sitz in der Kreisstadt Stralsund. Er ist in das Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichtes eingetragen.

4.    Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck und Aufgaben

1.    Der Verein soll in der Nachfolge Jesu Christi seinen Dienst der christlichen Nächstenliebe in Wort und Tat ausrichten und seine Aufgaben in diesem Sinne wahrnehmen. Der Verein versteht sich als sozialpolitischer Impulsgeber im Gemeinwesen und in diesem Verständnis als Anwalt der Menschen, nicht nur derer in Not.
Entsprechend dem christlichen Grundverständnis fühlt sich der Verein allen Menschen verpflichtet, unabhängig von weltanschaulichen, politischen und/oder kulturellen Hintergründen.

2.    Zweck des Vereins ist die Wahrnehmung von sozial-diakonischen Aufgaben, die Stiftung von Teilhabe als auch die Organisation von Gemeinschaft sowie die Unterstützung der Vereinsmitglieder bei der Wahrnehmung ihrer sozial-diakonischen wie sozio-kulturellen Aufgabenstellungen.

3.    Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht auf den Gebieten der Kinder-, Jugend-, Behinderten-, Alten- und Sozialhilfe sowie durch Einrichtungen, Dienste und Projekte, um psychisch Kranke, Gefährdete und Heimatlose als auch Migranten und Flüchtlinge aufzufangen, Verarmung, Not und Vereinzelung durch Rat und tätige Mithilfe zu mildern und durch Beheimatung neue Perspektiven zu eröffnen.

Zu diesem Zweck ist der Verein unter Berücksichtigung der Aspekte und Ansätze von Integration wie Inklusion u.a. in folgenden Aufgabengebieten tätig:

a)    Hilfen zur Erziehung, betreute, lerntherapeutische und/oder sozialtherapeutische und/oder lerntherapeutische Wohneinrichtungen, Suchtnachsorge, Beratungsstellen für Erziehungs- und Familienberatung, Schwangerschafts(konflikt)beratung, Ehe-, Familien-, Paar- und Lebensberatung, Allgemeine Sozialberatung, Frühförderstellen, Tafel-Angebote und Integrationshilfen.

b)    Kindertagesstätten, Horte und Familienzentren

c)    offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugend- und Schulsozialarbeit, Treffs, Clubs, Tages- und Begegnungsstätten, Theater- und Kulturarbeit, Jugendfirma, Jugendberufshilfe, Berufsorientierung, Familienbildungs- und -erholungsstätten

d)    Mehrgenerationenhäuser, Nachbarschafts- und Gemeinwesenszentren, Möbelbörsen, Kulturkirchen und Kulturmanagementarbeit

e)    Ehrenamtsarbeit und Freiwilligendienste, einschließlich der verschiedensten Formen der FSJ-Arbeit

f)    Fort- und Weiterbildung, Weiterbildungseinrichtungen

g)    ökumenische Diakonie

4.    Der Verein erstellt und unterhält die zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendigen Einrichtungen, Dienste, Werke und Projekte. Der Verein kann in Fach-, Geschäfts- und/oder Aufgabenbereiche gegliedert werden.

5.    Der Verein kann alle Geschäfte tätigen, die der Erreichung oder Förderung des Vereinszweckes dienen, auch Gesellschaften und weitere Einrichtungen vorgenannter Art gründen oder übernehmen als auch Mitgesellschafter aufnehmen, oder sich an bereits bestehenden Gesellschaften und Einrichtungen mit gleichartiger Zielsetzung beteiligen.

6.     Der Verein arbeitet mit den öffentlichen Verwaltungen, Ämtern und Behörden, mit den kirchlich-diakonischen Institutionen, in der Ökumene, mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege, anderen Vereinen und Verbänden sowie mit relevanten Dritten zusammen und vertritt gegenüber diesen und in der Öffentlichkeit seinen sozial-diakonischen Auftrag.
 
7.     Der Verein vertritt als Kreisdiakonieverein den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in der Kleinen Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und in relevanten Fachgremien und -ausschüssen des bzw. im Landkreis Vorpommern-Rügen.

8.    Der Verein kann neben seiner Mitgliedschaft im gliedkirchlichen Diakonischen Werk auch Mitglied in anderen Vereinen werden, wenn dieses der Erreichung oder Förderung des Vereinszweckes dient. Insoweit kann der Verein auch Kooperationen mit relevanten Dritten eingehen.

§ 3 Mitgliedschaft

1.    Der Verein ist Mitglied im gliedkirchlichen „Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ (Landesverband) und damit dem „Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.“ (Bundesverband) als anerkanntem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen.
Die Freie Wohlfahrtspflege ist eine tragende, subsidiäre Säule des in Artikel 20 Abs. 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verankerten Sozialstaatsprinzips.

§ 4 Gemeinnützigkeit

1.    Die Arbeit des Vereins verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchlich-diakonische Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2.    Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 Vermögen

1.    Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

2.    Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

3.    Kostenerstattung und Aufwandsentschädigung ist zulässig.

4.    Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinerlei Anspruch auf das Vereinsvermögen.

5.    Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßige Entgelte bzw. Vergütungen begünstigt werden. Die angemessene Vergütung haupt- und nebenamtlicher Mitarbeiter des Vereins bleibt davon unberührt.

§ 6 Mitglieder

1.    Mitglieder des Vereins müssen sich zu den satzungsgemäßen Grundlagen der Vereinsarbeit bekennen und die Arbeit des Vereins unterstützen und fördern.

2.    Mitglieder des Vereins können werden:

a)    Kirchengemeinden, Kirchenkreis/e, Landeskirche

b)    Kirchengemeinden die der ACK angehören

c)    Träger sozial-diakonischer Dienste, ungeachtet ihrer Rechtsform

d)    gliedkirchliche Diakonische Werke der Nordkirche

3.    Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Im Falle einer Ablehnung ist die Anrufung der Mitgliederversammlung zulässig.

4.     Die Mitgliedschaft endet:

a)    durch Austritt

b)    durch Ausschluss aus dem Verein

c)    durch Auflösung der juristischen Person

5.     Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung an den Vorstand. Die Austrittserklärung wird zum Schluss des Kalenderjahres wirksam, wenn diese dem Vorstand mindestens drei Monate vorher zugegangen ist.

6.     Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Vorstandes bei Vorliegen eines wichtigen Grundes. Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Mitglied gegen die satzungsgemäßen Vereinsgrundlagen verstößt, seine Pflichten nicht erfüllt oder seiner sozial-diakonischen Verantwortung zuwiderhandelt.
Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich dem Vorstand gegenüber schriftlich zu äußern.

7.     Das Mitglied hat das Recht zur Beschwerde. Über die Beschwerde gegen den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung. Bei dieser Abstimmung hat das betreffende Mitglied kein Stimmrecht.

8.     Löst sich eine juristische Person auf, bleibt die Mitgliedschaft für den Rechtsnachfolger bestehen, soweit dieser in angemessener Frist dem nicht widerspricht.

§ 7 Pflichten der Mitglieder

1.    Die Mitglieder haben die satzungsgemäßen Aufgaben wahrzunehmen.

2.    Die Mitglieder haben einen Jahresmitgliedsbeitrag zu zahlen, der von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Näheres regelt die Beitragsordnung.

3.     Jedes Mitglied hat Veränderungen seiner Daten, die seine Mitgliedschaft betreffen (§ 17), unaufgefordert und unverzüglich schriftlich der Geschäftsführung mitzuteilen.

4.     Die Mitglieder sind auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Verein zur Verschwiegenheit über alle Angelegenheiten verpflichtet, die ihrer Natur nach oder auf Grund besonderer Anweisung vertraulich sind.

§ 8 Organe des Vereins

1.    Organe des Vereins sind:

a)    die Mitgliederversammlung

b)    der Vorstand

§ 9 Mitgliederversammlung

1.    Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Sie tritt in der Regel einmal jährlich zusammen. Sie ist einzuberufen, wenn mindestens ein Viertel aller Mitglieder dieses schriftlich gegenüber der Vorstandsvorsitzenden bzw. gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden verlangen.

2.    Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme. Jedes Mitglied bestimmt eine Person, die es in der Mitgliederversammlung vertritt. Im Verhinderungsfall ist eine Stellvertretung zu bestimmen. Mit der Stellvertretung kann auch ein anderes Mitglied beauftragt werden.
Zur Vertretung von Mitgliedern in der Mitgliederversammlung bestimmte Personen dürfen in keinem Dienstverhältnis zum Verein oder zu einer Gesellschaft stehen, an der der Verein beteiligt ist.

3.    Die Mitgliederversammlung wird durch die Vorstandsvorsitzende bzw. den Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet, im Verhinderungsfall durch die Stellvertretung.
Bei Abwesenheit beider bestimmt die Mitgliederversammlung über die Leitung der Versammlung.

4.    Zur Mitgliederversammlung ist schriftlich unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen unter Mitteilung der vorläufigen Tagesordnung einzuladen. Anträge zur Tagesordnung sind bis sieben Tage vor der Mitgliederversammlung an die Vorstandsvorsitzende bzw. an den Vorstandsvorsitzenden schriftlich zu richten.

5.    Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen worden ist und mehr als die Hälfte aller Mitglieder anwesend bzw. vertreten sind.

§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

1.    Die Mitgliederversammlung ist zuständig für alle ihr durch Gesetz und diese Satzung zugewiesenen Aufgaben. Dies sind insbesondere:

a)    Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes

b)    Wahl der bzw. des Vorstandsvorsitzenden und der Stellvertretung

c)    Bestätigung des vom Vorstand vorgelegten Haushaltsplanes für
      das jeweilige Geschäftsjahr

d)    Entgegennahme des vom Vorstand zu erstattenden
       Jahresberichtes

e)    Annahme der geprüften Jahresabschlussrechnung

f)     Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes

g)    Beschlussfassung über die Beitragsordnung, einschließlich
       Fälligkeit und Höhe der Mitgliedsbeiträge

h)    Beschlussfassung über die Ablehnung eines Aufnahmeantrages

i)     Beschlussfassung über die Beschwerde eines Mitglieds gegen
       seinen Ausschluss

j)     Beschlussfassung über die Satzung und deren Änderungen

k)    Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins

5.    Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden bzw. vertretenden Mitglieder gefasst. Satzungsänderungen bedürfen einer Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder.

6.    Ein Beschluss zur Auflösung des Vereins bedarf einer Dreiviertelmehrheit  aller Mitglieder.

7.    Ist die Mitgliederversammlung beschlussunfähig, so ist eine zweite Mitgliederversammlung einzuberufen, die bei Beibehaltung der gleichen Tagesordnung, ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen bzw. vertretenen Mitglieder beschlussfähig ist. Darauf ist in der Einladung hinzuweisen.

8.    Die Sitzungen der Mitgliederversammlung sind als Ergebnisprotokolle zu protokollieren und von der Leitung der Versammlung sowie von der Protokollführung zu unterzeichnen. Das Protokoll muss Ort und Zeit, die Namen der Teilnehmenden, die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse enthalten. Erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Protokolls seitens der Mitglieder kein schriftlicher Widerspruch gegenüber der Protokollführung, gilt das Protokoll als durch die Mitgliederversammlung angenommen und genehmigt.

9.    Die Mitgliederversammlung tagt nichtöffentlich. Die Leitung der Versammlung kann Gäste zulassen.

§ 11 Vorstand

1.    Dem ehrenamtlich tätigem Vorstand gehören an:

a)    mindestens vier und höchstens sechs durch die Mitgliederversammlung zu wählende Vorstandsmitglieder

b)    die regional zuständige Pröpstin bzw. der regional zuständige Propst des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, dieses auch als Vertreterin bzw. Vertreter des Kirchenkreisrates, die bzw. der jedoch nicht als Vorsitzende bzw. als Vorsitzender zur Wahl steht

2.    Die Amtszeit eines Vorstandsmitglieds beträgt sechs Jahre. Die Vorstandsmitglieder bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Eine Abberufung vor Ablauf der Wahlperiode ist durch die Mitgliederversammlung nur aus wichtigem Grund möglich.

3.    Die Mitglieder des Vorstandes können durch schriftliche Erklärung zurücktreten. Scheidet ein Mitglied durch Rücktritt aus, so kann die Mitgliederversammlung ein neues Mitglied wählen. Ein neues Mitglied ist zu wählen, wenn die satzungsgemäß vorgegebene Mindestanzahl an Vorstandsmitgliedern nicht mehr gegeben ist.

4.    Mitglieder des Vorstandes können nicht zugleich Geschäftsführung des Vereins oder einer Gesellschaft sein, an der der Verein beteiligt ist.

5.    Mitglieder des Vorstandes dürfen in keinem Dienstverhältnis zum Verein oder zu einer Gesellschaft stehen, an der der Verein beteiligt ist.

6.    Ein/e leitende/r Mitarbeiter/in des „Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ kann an den Sitzungen des Vorstandes als Gast teilnehmen.

7.    Der/Die für die Verbindung zwischen dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, Kirchenkreis und der Kirchenkreisdiakonie zuständige Propst / Pröpstin kann an den Sitzungen des Vorstandes als Gast teilnehmen, soweit es sich dabei nicht um die regional zuständige Pröpstin bzw. um den regional zuständigen Propst handelt.

8.    Der/Die Vorstandsvorsitzende kann jederzeit Mitarbeitende des Vereins zu Vorstandssitzungen einbestellen.

9.    Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind zwei Vorstandsmitglieder. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

10.     Scheidet ein Mitglied aus dem Vorstand aus, so ist das Vorstandsmitglied auch nach seinem Ausscheiden zur Verschwiegenheit über alle Angelegenheiten verpflichtet, die ihrer Natur nach oder auf Grund besonderer Anweisung vertraulich sind.

§ 12 Einberufung und Beschlussfassungen des Vorstandes

1.    Der Vorstand tritt in der Regel monatlich zusammen. Er wird von der bzw. dem Vorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von mindestens sieben Tagen schriftlich unter Angabe von Tagesordnung und Tagungsort einberufen.

2.    Der Vorstand muss unverzüglich einberufen werden, wenn es von mindestens zwei seiner Mitglieder unter Angabe des zu beratenden Gegenstandes schriftlich bei der bzw. dem Vorsitzenden beantragt wird. Die Geschäftsführung kann bei eilbedürftigen Entscheidungen die Einberufung des Vorstandes bei der bzw. dem Vorsitzenden beantragen.

3.    Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist. Die Vorstandssitzungen werden von der bzw. dem Vorstandsvorsitzenden geleitet. Ist die bzw. der Vorstandsvorsitzende oder ihre bzw. seine Stellvertretung verhindert, wählt der Vorstand für die betreffende Sitzung aus seiner Mitte eine Versamm-lungsleitung.

4.    Bei Beschlussfassungen entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Ja- bzw. Nein- Stimmen.

5.    Beschlussfassungen können auch im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgen, sofern kein Mitglied des Vorstandes einem solchen Umlaufverfahren widerspricht. Das Ergebnis des Umlaufverfahrens ist spätestens auf der nächsten Vorstandssitzung bekanntzugeben.

6.    Die Sitzungen des Vorstandes sind zu protokollieren und von der Versammlungsleitung sowie von der Protokollführung zu unterzeichnen. Das Protokoll muss Ort und Zeit, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse enthalten. Erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Protokolls seitens der Vorstandsmitglieder kein schriftlicher Widerspruch gegenüber der Protokollführung, ist das Protokoll durch den Vorstand genehmigt.

7.    Der Vorstand tagt nichtöffentlich. Die Leitung der Versammlung kann Gäste zulassen.

§ 13 Aufgaben des Vorstandes

1.    Der Vorstand ist als Vereinsorgan zuständig für alle nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Angelegenheiten des Vereins, soweit diese nicht durch Gesetz und Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen sind.
Die Vorstandsmitglieder nehmen an der Mitgliederversammlung teil.

2.    Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben:

a)    personelle Vorschläge für die Wahl der bzw. des Vorstandsvorsitzenden, der Stellvertretung sowie weiterer Vorstandsmitglieder an die Mitgliederversammlung

b)    Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Vorstandssitzungen und der Mitgliederversammlungen

c)    Ausführung der Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung

d)    Wahl des mit der Prüfung und der Erstellung des Jahresabschlusses Beauftragten sowie Entgegennahme und Weiterleitung des aufgestellten geprüften Jahresabschlusses an die Mitgliederversammlung

e)    Beschlussfassung über den Haushaltsplan für jedes Geschäftsjahr

f)    Beschlussfassung über die Aufnahme von Mitgliedern und den Ausschluss von Mitgliedern

g)    Bestellung und Abberufung der Geschäftsführung

h)    Abschluss, Änderung und Kündigung der Dienstverträge, Nachträge und sonstiger vertraglicher Vereinbarungen mit der Geschäftsführung; diese zeichnet die bzw. der Vorstandsvorsitzende, im Verhinderungsfall die Stellvertretung

i)    Erlass und Änderungen der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung

j)    Beratung und Beschlussfassung in Angelegenheiten, die dem Vorstand von der Geschäftsführung zur Entscheidung vorgelegt werden

k)    Bestätigung der durch die Geschäftsführung vorgenommen Berufung und Abberufung von (Fach-) Bereichsleitungen

l)    Beschlussfassung über die Beteiligung an anderen gemeinnützigen Einrichtungen mit gleichartiger Zielsetzung oder über die Gründung und Auflösung von Tochtergesellschaften oder über die Aufnahme von Mitgesellschaftern in Tochtergesellschaften

§ 14 Geschäftsführung

1.    Die Geschäftsführung besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern. Der Vorstand ist Dienstaufsicht, Fachaufsicht und Vorgesetzter der Geschäftsführung.

2.    Zur Durchführung seiner Aufgaben bedient sich der Verein einer Geschäftsstelle, welche Dienstsitz der Geschäftsführung ist.

3.    Die Geschäftsführung nimmt an den Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen teil.

4.    Die Geschäftsführung nimmt die laufenden Geschäfte des Vereins unter Beachtung der Gesetze, der Satzung und der Vorgaben sowie der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstandes wahr.

5.    Die Aufgaben, Kompetenzen und die Stellvertretung der Geschäftsführung werden durch die Geschäftsordnung geregelt.

6.    Die Geschäftsführung ist für die Einstellungen, Entlassungen und sonstigen disziplinarischen wie arbeitsrechtlichen Maßnahmen betreffend die Mitarbeitenden des Vereins zuständig.

7.    Die Geschäftsführung ist Dienstaufsicht für alle Mitarbeitenden.

8.    Der Vorstand kann die Geschäftsführung oder deren Stellvertretung durch Beschluss über die Regelungen der Geschäftsordnung hinaus bevollmächtigen, für einzelne oder für wiederkehrende Geschäfte gleicher Art sowie für im Zusammenhang stehende unterschiedliche Geschäfte den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

§ 15 Förderkreis

1.    Natürliche und juristische Personen, die zur nachhaltigen Förderung der Ziele und Satzungszwecke des Vereins bereit sind bzw. die sich in ungewöhnlichem Umfang um den Verein verdient gemacht haben, können im Rahmen eines beitragsfreien Förderkreises, an der Vereinsarbeit unterstützend mitwirken.

2.    Ein solcher Förderkreis ist der Geschäftsführung im Rahmen ihrer Wahrnehmung der laufenden Geschäfte des Vereins zugeordnet.

§ 16 Finanzierung

1.     Als Träger der Freien Wohlfahrtspflege nimmt der Verein im Rahmen seiner Satzung öffentlich-staatliche Aufgaben wahr, für deren Erfüllung der Verein seitens der Öffentlichen Hand Zuwendungen erhält.

2.    Um dem kirchlich-diakonischen Profil der Arbeit des Vereins nach Innen und Außen Gestalt zu geben, sind über Einwerbung Eigenmittel aufzubringen durch:

a)    Zuschüsse und Kollekten des Kirchenkreises und der Landeskirche

b)    Zuschüsse und Mittelausreichungen durch Diakonie-Landesverbände

c)    Zuschüsse und Kollekten von Kirchengemeinden

d)    Zuschüsse und Mittelausreichungen anderer kirchlich-diakonischer Einrichtungen

e)    Beiträge der Mitglieder

f)    Zuwendungen und Spenden durch einzelne Freunde und Förderer des Vereins

§ 17 Datenschutz

1.     Im Rahmen der Mitgliederverwaltung werden von den Mitgliedern folgende Daten erhoben: Name und Anschrift des persönlichen Mitgliedes, Name und Funktion der Leitenden Person des Mitgliedes in Form der juristischen Person, Telefon- und Faxanschluss, Mailanschrift, Internetadresse und andere personenbezogenen Daten. Die Daten werden im Rahmen der Mitgliedschaft verarbeitet und gespeichert.

2.     Der Verein ist berechtigt und ggf. verpflichtet, im Rahmen seiner bestehenden Mitgliedschaften sowie als kirchliches Werk, Daten seiner Mitglieder an den Landes- und Bundesverband der Diakonie sowie an den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis und die Nordkirche weiterzugeben.
Dieses trifft auch für die Weitergabe von entsprechenden Daten an berechtigte Dritte (Amtsgericht, Finanzamt und andere) zu.

3.    Der Verein veröffentlicht Daten seiner Mitglieder u.a. auf seiner Internetseite, in seiner Vereinszeitschrift, auf Schautafeln oder im Rahmen von Präsentationen anlässlich von Tagungen, Messen und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen.

4.    Ein Mitglied kann der Veröffentlichung seiner Daten widersprechen. Der Widerspruch ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Dem Widerspruch ist stattzugeben, wenn durch die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten das Mitglied in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.

§ 18 Auflösung

1.    Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der gemäß Satzung vorgegebenen Stimmenmehrheit beschlossen werden.

2.    Im Falle der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines steuerbegünstigten Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§ 19 Inkrafttreten

Die vorstehende Satzung tritt an die Stelle der von der Mitgliederversammlung am 29. November 1993 beschlossenen Satzung, einschließlich aller beschlossenen Satzungsänderungen und gilt in der vorstehenden Fassung vom 29.05.2015 fort. Sie tritt mit dem Tage ihrer Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Stralsund, den 29.05.2015


gez. Pastor Bernhard Giesecke        gez. Pröpstin Helga Ruch    
Vorstandsvorsitzender                    stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Versammlungsleiter der                   Teilnehmende an der
Mitgliederversammlung                    Mitgliederversammlung
vom 29.05.2015                                 vom 29.05.2015