Sie befinden sich hier

12.10.2021 19:00

„Lysistratas Frieden“

– eine Wiederaufnahme DER ECKIGEN und Performdance e. V. nach Aristophanes-

In der neuen alten Produktion DER ECKIGEN/Performdance e.V. fällt nur einmal das Wort Corona und trotzdem ist diese Inszenierung bis in den Spielrhythmus hinein von der Pandemie geprägt. Am Anfang stand das Ringen um den Frieden, dann immer mehr die Chancen und Gefährdungen der Digitalisierung im Mittelpunkt des Arbeitens. Die Pandemie und die ihr folgenden Verbote verhindernden erst die Vorbereitung, ermöglichten dann unter theaterfremden Regeln die Produktion und verboten schließlich nach der Premiere die Aufführungen. Die werden jetzt ein Jahr später nachgeholt.

Also gibt es am 09.10.21 eine Premiere, die letztlich eine Wiederholung ist. Die Bedingungen der Produktion drückten auch den Inhalten und Spielweisen ihren Stempel auf und genau dadurch ist ganz eigenwilliges spannendes Theater entstanden. Nun soll dies auch von einem größeren Publikum erlebt werden können.

Am 09.10.2021, 11.10.2021 und 12. 10. 21 sind drei Aufführungen in der Kulturkirche St. Jakobi jeweils um 19.00 Uhr zu sehen.

Karten sind bei Reservix, in der Tourismuszentrale oder an der Abendkasse erhältlich.

Die Spieler der ECKIGEN des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V. und die Tänzer des Performdance e. V. griffen in dieser Produktion mit der Umnutzung zweier Komödien des Aristophanes (Der Frieden und Lysistrata) gleich ganz großen Fragen des heutigen menschlichen Seins. Sie suchen Möglichkeiten des Friedens und fragen zugleich nach den Möglichkeiten gelingenden Lebens im Zeichen der Digitalisierung. Dabei wird die Geschichte des antiken griechischen Weinbauern Trygaios als science fiction präsentiert. Die Geschichte entfaltet sich zum einen auf der Bühne und zum anderen mit trashigen Videos (Christian Klette) der ECKIGEN auf der Leinwand. In sie hineingesprengt sind expressive Tanzszenen existentialistischer Lebenssituationen der professionellen Tänzer*innen Viktoria Kohalmi und György Jelinek in der Choreographie von Stefan Hahn. „Lysistratas Frieden“ vereint Szenen der Zerbrechlichkeit des menschlichen Seins in apokalyptischen historischen Momenten mit Reflektionen zum theatralen Ausdruck dieses Seins mit Darstellungsweisen der ECKIGEN, existentiell-pathetischen Tanzszenen, mit Trickfilmen von Christian Klette.

Und all das findet unter Beachtung der Robotergesetze von Isaac Asimov in der Zukunft oder in tiefster Vergangenheit oder eben doch heute auf dem griechischen Olymp statt. Eine hoffentlich aktuelle Geschichte zwischen „Es war einmal“ und „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie“.Wir alle dürfen gespannt sein.

Dieses Projekt wird vom Fond Soziokultur, dem Land Mecklenburg/Vorpommern, der Hansestadt Stralsund und dem Landkreis Vorpommern-Rügen gefördert.

Für Nachfragen steht Ihnen Dr. Gerd Franz Triebenecker unter 015111746856 zur Verfügung.