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24.10.2020 19:00

Tanztheater trifft DIE ECKIGEN und beide schauen Video

Premiere DIE ECKIGEN "Lysistratas Frieden"   - nach Aristphanes und Ideen von Dan Simmons -

Der Olymp ist die Heimstatt der griechischen Götter. Endliche Menschen mit ihren alltäglichen Sorgen und Nöten haben hier nichts zu suchen. Doch was in den Augen der Götter kleinlich ist, bleibt für Menschen lebensnotwendig. Der Krieg der Menschen unterhält die Götter oder vielleicht nervt er sie auch.

Deswegen fliegt der Weinbauer Trygaios mit einem Mistkäfer hinauf auf den Olymp, um den Frieden auf die Erde zu holen. So ungefähr erzählt die Komödie des Aristophanes die Geschichte, deren sich in diesem Jahr DIE ECKIGEN des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund angenommen haben.

Und natürlich erzählen Sie sie anders. Zuallererst trifft Trygaios auf dem Olymp Lysistrata (eine andere Figur des Aristophanes), die auch den Frieden auf Erden will. Sie leitet eine feministische Initiative, welche den Männern Sex verwehrt, solange Krieg ist.

Wer kennt einen besseren Grund für Frieden als gelingende Liebe? Doch auch die Götter sind bei den ECKIGEN anders. Sie sind genervt von den ewigen Streitereien der Menschen und bieten ihnen die Segnungen der Digitalisierung, damit endlich Ruhe und Frieden auf Erden herrschen.

Natürlich sehen das unsere menschlichen Helden irgendwie anders und was ist ein Mistkäfer (Bug) Anderes als ein Fehler im System. In dieser Produktion der ECKIGEN unter der Leitung von Gerd Franz Triebenecker trifft antike Komödie auf Science-Fiction, digitaler Ersatz auf leibhaftiges Theaterspiel, die ganz großen Fragen auf unsere ganz kleinen Antworten. Und eine Komödie soll es auch sein.

Worüber lachen wir denn? Vieles ist anders in diesem Jahr. Diese Produktion ist unter den Geboten des Abstands und der Hygiene entstanden. Ist Digitalisierung in dieser Situation Verlust oder Gewinn? Für diese Fragen und das Ringen um leibhaftiges Theater haben die ECKIGEN sich künstlerische Partner gesucht, mit denen zusammen ein ganz eigenwilliger Theaterabend entstanden ist.

Unter der Leitung von Stephan Hahn tanzen ungarische Profitänzer, produziert der Mediengestalter Christian Klettes Trickfilme, zeigt die Malerin Juliane Ebner Bilder menschlicher Verletztheit und lässt Matthias Pech die Jakobi Orgel erklingen.

Eine Geschichte von den letzten großen Fragen, denen wir uns stellen müssen, wenn wir darüber nachdenken, was macht den fehlerhaften Menschen in der Zukunft aus? Und wo bleibt der prometheische Funke, der Selbstverantwortung des Menschen und seiner Technik?

Weitere Vorstellungen finden am Sonntag, den 25.10.2020 um 18.00 Uhr/ am Mittwoch, dem 04.11.2020 um 19.00 Uhr/ am Donnerstag, dem 05.11.2020 sowie am Samstag, dem 07.11.2020 um 19.00 Uhr statt.

 

Karten sind über die Tourismuszentrale Stralsund, online über Reservix und Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

Da aufgrund der Hygienevorschriften weniger Besucher*innen zueglassen sind, bitten wir um Nutzung des Vorverkaufs bei Reservix oder der Tourismuszentrale Stralsund.