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Kurzbeschreibung - EU-geförderter KitaErsatzNeuBau

Kindertagesstätte „Inselkrabben“ Vitte / Seebad Insel Hiddensee

 

Geschichte:

Die (einzige) Kindertagesstätte -nachfolgend Kita genannt- befindet sich auf der Insel Hiddensee. Sie liegt zentral und ist so von allen vier Orten der Insel, am südlichen Ortsrand von Vitte.

Das Grundstück umfasst 2.860 m2 und eignet sich hervorragend für die Arbeit mit Kindern. 

Durch die zentrale Lage erreichen die Eltern und Kinder die Kita mit dem Fahrrad oder mit dem Insel Bus.

Das Gebäude wurde 1984 als Kindergarten mit drei Gruppenräumen, für 54 Kinder im Alter von 3-6 Jahren gebaut.

1996 baut die Gemeinde Insel Hiddensee, als Träger, das Dachgeschoß aus.

Seitdem werden für Vorschulgruppen und Schulklassen Unterkunft und Verpflegung während ihrer Klassen- bzw. Gruppenfahrten oder Ferienfahrten angeboten.

Die Mittagsverpflegung für den Kitabereich konnte durch die Betreibung der Herberge abgesichert werden, da durch die Insellage eine Belieferung nicht möglich ist. Die Gastronomiebetriebe auf der Inselkönnen die Kita nicht beliefern.

Mit der Umsetzung des Gesetzes zur Vollverpflegung stellt die Versorgung durch die Herberge einen besonderen Schwerpunkt dar. 

Der Bedarf an Kitaplätzen hat stetig zugenommen, so dass 1996 für

3 Krippenkinder (0-3 Jahre)

24 Kindergartenkinder (3-6/ Jahre)

22 Hortkinder (6/7-10Jahre) Plätze genehmigt wurden.

Zum Zeitpunkt der Übernahme der Kita durch das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. -nachfolgend KDW genannt- im Jahr 2009 lag folgende Betriebserlaubnis vor:

12 Krippenkinder

18 Kindergartenkinder

18 Hortkinder betreut

 

Notwendigkeit KitaErsatzNeuBau (2015 bis 2017):

Trotz intensiver wie investiver Anstrengungen seitens des KDW musste festgestellt werden, dass der vormalige Kita-Baukörper sowohl in seiner Grundsubstanz und seiner damit einhergehenden räumlichen wie sächlichen Gegebenheiten, den sich aus den Kita-Standards ergebenden Anforderungen, einschließlich der gesetzlich vorgegebenen hygienischen Erfordernisse, zunehmend nur noch bedingt gerecht werde.

Gleichsam sah sich das KDW erhöhten Platzanfragen ausgesetzt, welche über die bestehende Betriebserlaubnis hinausgingen.

Nur mit immer neuerlichen zeitlich befristeten Sonder- wie Ausnahmegenehmigungen konnte der Kita-Betrieb zuletzt im vormaligen Gebäude entsprechend vorgenommen werden, wobei weitere Sonder- wie Ausnahmegenehmigungen seitens der erteilenden Behörden zuletzt deutlich in Frage gestellt wurden.

Gleichsam stellte sich gerade bei wachsend ansteigenden Platznachfragen die Schwierigkeit, einher-gehend dann mit der Pflicht zur Vorhaltung der gesetzlich vorgegebenen Fachkräfte-anzahl (Fachkräftegebot), Mitarbeiter/innen zu finden, gleichsam diese auf der Insel auch mit Wohnraum zu versorgen.

 

Auf diesem Hintergrund bemühte sich das KDW um Drittmittel, um ursprünglich zumindest für den Krippenbereich Besserung zu ermöglichen. Es gelang über eine entsprechende Beschlussfassung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Vorpommern-Rügen, dahingehend eine „U3 Krippen-Invest-Förderung“ einzuwerben.

 

Gemeinsam setzten sich daraufhin KDW und die Gemeinde Seebad Insel Hiddensee -nachfolgend Gemeinde genannt- zusammen und überlegten, ob nicht Möglichkeiten gefunden werden könnten, um einen neuen KitaErsatzNeuBau zu ermöglichen, da der vormalige Gebäudezustand als derart schlecht eingeschätzt wurde, dass selbst die „U3 Krippen-Invest-Förderung“ nur sehr begrenzt Entlastung gebracht hätte, was beide Partner ebenso auch als nicht sinnvoll im Umgang wie mit der Verwendung öffentlicher Gelder ansahen.

 

Zum Plan-Vorhaben: KitaErsatzNeuBau in Vitte auf Hiddensee gab es umgehend Unterstützung seitens des Landkreises Vorpommern-Rügen, Fachdienst Jugend. Dieser schrieb in einer Stellungnahme u.a.: “ Die Betriebserlaubnis mit den aktuellen Gegebenheiten ist gefährdet. Die unzureichenden Bedingungen aktivieren uns, durch das Vorhaben (KitaErsatzNeuBau) den Bedarfen und die Qualität für die Kinderbetreuung auf der Insel Hiddensee nachzukommen. Durch die besondere Insellage haben die Familien keine andere Möglichkeit, trotz Rechtsanspruch, zur Unterbringung ihrer Kinder.

 

 

Umsetzung KitaErsatzNeuBau (2017 bis 2018):

Gemeinsam fanden KDW und Gemeinde neue Partner im Landkreis Vorpommern-Rügen sowie im Diakonie Landesverband M-V. Im Verbund konnte so im Landwirtschaftsministerium unseres Bundeslandes ein neuerlicher Partner gefunden werden, über dieses dann der Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 

Das Vorhaben KitaErsatzNeuBau konnte daraufhin intensiver angegangen, u.a. auch hinsichtlich erweiterter Platzkapazitäten, dieses wie folgt:

12-14 Krippenkinder (ab 3. Monat )

24-26 Kindergartenkinder

24-26 Hortkinder

 

Ebenso konnte mit geplant werden, bauliche Voraussetzungen in der Art zu schaffen, welche die Integration behinderter Kinder oder von Behinderung bedrohter Kinder zu ermöglichen. Auf der Insel gibt es derzeit nachteilig keine solcher Förder- und Unterbringungsmöglichkeiten. Dieser Nachteil findet durch den KitaErsatzNeuBau Abmilderung, da eine Kindergartengruppe mit vier Integrationsplätze entstehen möge.

 

Im Oktober 2017 wurde in der Folge mit dem Abriss des Altgebäudes begonnen, Ende 2018 soll der KitaErsatzNeubau dann fertiggestellt sein.

Dazwischen fand die Kita Ersatzheimat (Unterbringung) in den Räumen von Kirchengemeinde, Gemeinde und Schule. Dafür auch an dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank.

 

Letztlich ist allseits zu danken, dass die neue Kita optimale Voraussetzungen wie Gegebenheiten liefert, um den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen, ein toller Ort für Kinder wie Mitarbeitende, Eltern wie für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen wie Bürger als weicher Infrastrukturfaktor selbst.

 

 

Im Besonderen sollen Erwähnung finden bzw. ist zu danken:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: „Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.“

 

Dieses Projekt wurde von der

Europäischen Union finanziert

 

Hyperlink zur Website der Europäischen Kommission, ELER: https://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020_de