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23.12.2020 11:45

In Grünhufe gab’s Geschenke schon vor der Bescherung

Eine Tüte voller Weihnacht soll Kindern Freude machen. Sie leiden oft besonders unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Von: OSTSEE-ZEITUNG

Stralsund. Eine schöne Überraschung und das sogar schon vor dem Heiligen Abend. In Grünhufe gab es  für Kinder schon eine vorzeitige Bescherung.
Um besonders Kindern in dieser so anderen Weihnachtszeit Mut zu machen, hat das Kreisdiakonische Werk Stralsund gemeinsam mit der Luther-Auferstehungskirchgemeinde, der Initiative "Chancen für Kinder" und vielen Partnern aus Grünhufe eine Tüte voller Weihnachten gepackt.
"Dabei hatten wir wirklich jede Menge Unterstützung", sagt Thomas Nitz vom Nachbarschaftszentrum Grünhufe. Die Hansestadt half bei Planung und Logistik, aus dem  Verfügungsfond wurden die  Spendenmittel des Vereins ergänzt, Famila aus dem Ostseecenter lieferte 200 Taschen, Alba Berlin einen QR-Code als digitale Sportanleitung gerade in bewegungsarmer Corona-Zeit, geholfen haben auch die Kranich Apotheke und Apotheke Grünhufe und die Jugendsozialarbeiter des Kreisdiakonischen Werks.
„Im Vorfeld haben wir bei allen Haushalten in Grünhufe, die Kinder unter zwölf Jahren haben, Flyer in den Briefkasten geworfen – und die Familien sind eingeladen worden, sich die Geschenktüten unter Einhaltung
der geltenden Abstands-und Hygieneregeln abzuholen.

Ganz aktiv war in diesem Zusammenhang wieder die syrische Ehrenamtsinitiative.
Denn in den Tüten gab es jede Menge Leckereien nach deutschen, syrischen oder mittelamerikanischen
Rezepten, die sicher „helfen können, einander näherzukommen auch in Zeiten notwendiger Distanz und Selbstisolierung“, sagt Thomas Nitz. Und so wurden die Familien in den Flyern dazu aufgerufen: „Spielt in der Familie miteinander, bastelt Sterne, lest eine Geschichte, entdeckt spannende Kleinigkeiten, genießt die
Leckereien!“
Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Würdisch hatte im Frühjahr den Kontakt zum Verein „Chance
für Kinder“ vermittelt und drückte nun seine Anerkennung auch aus. Dankesworte gab es reichlich. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt hatte man einen Einbahn-, Schutzund Abstandsmodus entwickelt, der
solche eine Mutmachaktion möglich machte. Es gab Disziplin und Dank, es gab 200-fach eine kleine Freude und es gab Tränen der Rührung, aber auch Tränen mit Blick auf eine einsame, vielleicht doch leider zudem noch sehr andere Weihnachtszeit.
Deshalb erklärt Conny Gürgen: „Heiligabend nach 19 Uhr haben wir auch diesmal geöffnet.“