Nachbarschafts­zentrum Grünhufe

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Nachbarschaftszentrum Grünhufe

Ein Friedensort, Begegnungsraum und Orientierungshilfe wurde selbstverständliche Infrastruktur.

Seit 2005 als offene Jugendkirche auf neuen Wegen, ab 2008 dann immer mehr Nachbarschaftszentrum, ist es sehr erfolgreich und anerkannt als einer der christlichen Best Practice-Standorte. Kirche wird hier in bestem Sinne Gebrauchsgegenstand. Eine diakonische Kirche, die zusammenführt und Nähe schafft – im paulinischen Sinne (1 Kor 9, 19-23) – auch und gerade in kirchenfernem Milieu.

Die Kirche als Nachbarschaftszentrum!

Die Angebote reichen unter anderem vom Gottesdienst, Sprach-, Kreativ- und Begegnungstreffs über die Leitung des Umsonstladens bis hin zur Organisation von Interkulturellen Trainings, Integrationsinitiativen, Kinderschwimmlern- und Erste-Hilfe-Kursen. Viele Angebote würde es ohne das Engagement von Ehrenamtlichen nicht geben. Neben dem Ziel, Anlaufstelle für Hilfesuchende zu sein und Gemeinschaft zu bieten, ist daher die Ermöglichung und Begleitung von Ehrenamt einer der Hauptschwerpunkte der Arbeit.
Das NBZ Grünhufe ist Austragungsort von Veranstaltungen, Wohngebietsfesten und Partner von Hansestadt Stralsund und Landkreis Vorpommern-Rügen. Die Randlage des Wohngebiets reduziert sich auch durch die Arbeit dieser lebendigen Kirche zunehmend auf die geographische Sicht. Auch durch Veranstaltungen eines regionalen und überregionalen Ranges wird Grünhufe an das Zentrum gerückt.“Wir wollen offen sein für alle, Raum geben für Teilhabe und Zugänge zum Leben neu erfahrbar machen. Gemeinsam herauszufinden was dem Leben dient, bleibt Ziel der Arbeit, nicht nur um zu hören vom Evangelium, sondern es auch erleben zu können.“

Kontakt

Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.
Nachbarschaftszentrum Grünhufe
Einsatzstellenleitung: Thomas Nitz
Lindenallee 35
18437 Stralsund
Tel.: 03831 – 45 82 60
Mobil: 0173 – 388 05 40
Email: thomas.nitz@kdw-hst.de

Montag – Freitag:
09:00 – 17:00 Uhr

Wer mit der Leitung sprechen oder das Haus besser kennenlernen möchte, ist gerade mittwochs um 15:00 Uhr im NBZ Grünhufe goldrichtig und herzlich willkommen!

Integrationsprojekte im Nachbarschaftszentrum
von Frauen für Frauen

Zeit für Gespräche, Zeit zum Kennenlernen, Zeit zum Wohlfühlen, Zeit für Dich.
Hier gehts zu den Integrationsprojekten.

Zusammenarbeit von Migranten und Ehrenamtlichen

Ladies Lounge
Ladies Talk
Begegnen
Gemeinschaft
Zusammenhalt
Bewegung

Der einzigartige Altar des Bildhauers Friedrich Press

Der Altar in der Auferstehungskirche, dem Nachbarschaftszentrum Grünhufe, ist das letzte Werk des europaweit bekannten Bildhauers Friedrich Press (1904-1990). Der Altar ist einmalig in der Welt. Hier wird Beton zum Träger des Evangeliums, der guten Nachricht.

Der Altar ist das letzte Werk des europaweit bekannten Bildhauers Friedrich Press (1904-1990). Er erlebte die Fertigstellung des Altars und die Weihe der Kirche zu Palmarum, am 24. März 1991 nicht mehr.

Die Material- und Themenwahl sowie Massivität des Ensembles lassen ahnen, dass dieses Werk in der Endzeit der DDR (letzter Kirchenbau begonnen 1.6.1989) in eher kirchenfernem Milieu (Thema) so unverrückbar geschaffen wurde, auch um zu sagen: „Das schiebt niemand beiseite, aus diesem Haus macht Ihr kein Kreiskulturhaus. Das bleibt Kirche!“ (Interpretation Th. Nitz).

Die Darstellung: Der Auferstandene erscheint im Kreis der Jünger (Joh. 20, 19 ff), die sich hinter verschlossenen Türen in Sicherheit gebracht hatten: „Friede sei mit Euch“. Er zeigte die Wunden. Zweifler Thomas glaubte die Auferstehung erst dadurch (legt den Finger in die Wunde).

Der minimalistisch, kraftvolle Ausdruck des Katholiken Friedrich Press überwindet Vorstellungsweisen und Denkmuster, reduziert auf das Wesentliche: Es gilt immer, auch im Leiden, zu vertrauen. Er sagte einmal: „Ich will Jesus nicht darstellen als hätte ich ihn gekannt. Ich will nur das Zeichen setzten.“ (aus dem Gesamtwerk zusammengestellt von Jorinde Gustavs). Zunächst erschrecken die Menschen, brauchen aber nicht verängstigt, verschlossen, gleichgültig zu bleiben, auch wenn in einem Neubaugebiet „Zubetoniertzuwerden“ droht.

Hier wird Beton zum Träger des Evangeliums, der guten Nachricht: „Der Geist Gottes lässt Menschen auf und durchatmen  – überall  – auch in Grünhufe.“ (nach Pastor Wolfgang Lück 1991)

Unser Altar

Du siehst, also glaubst Du. Glückselig sind die, die glauben und die nicht gesehen haben (nach Joh. 20, 19 ff. – Name der kleinsten der drei Glocken der Auferstehungskirche, mittlere „Vivet“, Große „Palmarum“)
Das kann man auf ein einziges Wort reduzieren:

Vertrauen

Man spricht oft von „gesundem“ Misstrauen, so ein Unsinn!
Wie kann etwas gesund sein, was Freundschaften, Familien… ja die Welt zerreißt?

Gesund ist Vertrauen.

Gesund ist, was im Leben, also auch in kalten und harten Zeiten trägt.
Das Wesentliche eben. Unser Altar von Friedrich Press,
der Altar unserer Auferstehungskirche zeigt das Wesentliche sehr deutlich:
Jesus ist auferstanden, er hat sogar den Tod besiegt  –

durch Vertrauen.

Beton ist ein hartes Material und mit der Bewehrung sehr, sehr fest. Es ist ein Material
aus der Lebenswirklichkeit unserer Zeit –

vertraut eben!

Und es wird ganz klar und deutlich,
tonnenschwer und unverrückbar  – fest wie ein Felsen  –
bleibt dieses Haus  –
ein geweihter Ort.
In allem was wir tun sind wir Kirche.
Viel gute Saat ist im Boden, sie wird segensreich gedeihen.

Auch darauf vertrauen wir.

(Thomas Nitz 2012)

Die evangelische Auferstehungskirche

Die evangelische Auferstehungskirche, zu Palmarum (Palmsonntag) 1991 geweiht, gehört der Luther-Auferstehungsgemeinde (LAKG) wie auch die Lutherkirche von 1935 in der Tribseer-Vorstadt, deren Erweiterungsanbau als Stadteilzentrum am Reformationstag 2019 eröffnet wurde. Der Gemeindepfarrer ist Pastor Reinhart Haack.

Neben den offenen Angeboten gibt es Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Konfirmationen, Konfirmandenunterricht, Hauskreise, Bibelstunden, seelsorgerische Angebote. Nachfragen über den hauskontakt oder direkt bei der Luther-Auferstehungsgemeinde.

Eher kirchlich geistliche Angebote finden Sie bei der Luther-Auferstehungsgemeinde/Jugendkirche Stralsund.

Aus dem Altem und Neuem Testament

Das NBZ Grünhufe hat die Begegnungsstätte geschaffen im Sinne nach den Leitsätzen des Alten und des Neuen Testaments: AT Gesegnet sein und Segen! (1 Mose 12,2) und NT Allen alles werden. (1 Kor 19.ff)

Dankbar gehalten zu sein und sich immer wieder vergegenwärtigen zu können, in eine Aufgabe gestellt worden zu sein, die eigenen Gaben entspricht und dabei mitreißendes Miteinander zu erleben, lässt Segen spüren. Selbst gesegnet sein und Segen weiterzugeben, war Versprechen und Auftrag an Abraham (1 Mose 12,2). Kirche für andere bedeutet immer sich in die Erlebniswelt des Andern zu denken, seine Gedanken ein wenig mitzudenken, sich so aufeinander einzulassen, so in die Lebenswelt des anderen hineinzudenken, lässt Verständnis füreinander wachsen. Allen Alles werden … (1 Kor. 9). Dieser paulinische Gedanke war immer dabei. So können auch Missverständnisse zwischen Menschen schwinden, erst recht, wenn Kulturen sich begegnen. Der Blick aus einer anderen Perspektive kann helfen das „Leben neu zu entdecken“.

Unsere Arbeit beschränkt sich nicht auf den Stadtteil Grünhufe allein, sondern geht je nach Angebot weit über die Stadtgrenzen hinaus. Stralsund wurde 2010 auf Grund unserer Arbeit „Familienfreundliche Kommune“.

Wir sind einer der 34 Referenzorte und davon einer der 12 Regionalknoten (nur zwei in den neuen Ländern) der Bundesplattform „Kirche findet Stadt“.

2013 erhielt das NBZ Grünhufe den Preis Soziale Stadt (Preis der u.a. durch Bundesverbände Wohnungswirtschaft/Stadtentwicklung alle 2 Jahre verliehen wird).

2014 erhielten das NBZ Grünhufe und die Jugendkirche jeweils den Ehrenamtspreis und den zweiten ökumenischen Landespreis „Eine Welt“, 2016 folgen der Ehrenamtspreis des Rotary Club Stralsund-Hansestadt. Zudem gab es eine Unterstützung der Bugenhagenstiftung.