Jugendpolitik statt Ordnungspolitik
Dass Jugendliche sich in der Innenstadt auffallend treffen, ist zuallererst keine ordnungspolitische Frage, sondern eine Frage jugendpolitischer Notwendigkeit. So hat es jüngst sinngemäß Dörte Lass in der Regionalen Liga der Verbände formuliert. Was es konkret braucht, ist eine Mischung aus Aufsuchender Jugendsozialarbeit und einem Treffpunkt für Jugendliche. Junge Menschen haben das Recht, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten und zu treffen – auch wenn es viele sind und es entsprechend lebhaft wird. Gleichzeitig braucht es pädagogisch begleitete Räume, die Alternativen in der Freizeitgestaltung ermöglichen.
Fazit
Mehr Akzeptanz gegenüber jungen Menschen in der Bevölkerung ist notwendig. Damit ist ausdrücklich nicht gemeint, dass Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten akzeptiert werden müssen – diese werden nur von sehr wenigen begangen. Es geht um einen differenzierten Blick, der der Vielfalt junger Menschen gerecht wird und nicht pauschal eine gesamte Altersgruppe unter Problemverdacht stellt.
Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Aufsuchender Jugendsozialarbeit, Polizei und Stadtverwaltung wird fortgesetzt. Der entstehende Skaterpark auf der Schützenbastion ist ein positives Beispiel für alternative Aufenthaltsmöglichkeiten – solche Angebote sind jedoch als Ergänzung zu verstehen und nicht als Verdrängung aus dem öffentlichen Raum.