Soziokulturelles Frauenzentrum erhält 316.000 Euro Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie

Niedrigschwelliges Begegnungs- und Lernzentrum für migrantische Frauen in Stralsund startet mit Unterstützung Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie

(Stralsund, 1. April 2026) Das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. kann sich über eine zweckgebundene Förderung der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE in Höhe von 316.000 Euro freuen. Die Zuwendung deckt anteilig anfallende Aufwendungen für Personalkosten von Projektmitarbeiterinnen und -leitung; Honorarkosten für psychologische Beratung und Sprachvermittlung sowie projektbezogene Sachkosten bis Ende des Jahres 2028 ab. Die Gesamtkosten dieses diakonischen Vereinsvorhabens belaufen sich auf über 395.000 Euro.

Ein dringend benötigter Raum für Teilhabe und Begegnung

In Stralsund und dem Umland fehlen für migrantische Frauen Räume, die soziale Isolation und Bildungsbenachteiligung gezielt abbauen. Viele dieser Frauen verfügen über ein niedriges oder unterbrochenes Bildungsniveau und werden von klassischen Angeboten, die auf Erwerbsintegration, Beratung oder formale Bildungswege setzen, aktuell kaum erreicht. Insbesondere familiäre, kulturelle oder religiöse Verpflichtungen, Sprachbarrieren und gesellschaftliche Unsicherheit erschweren dabei die Teilhabe. Die persönlichen Potenziale und Ressourcen bleiben deshalb oft ungenutzt. Dies führt zu Ausgrenzung, geringerer Selbstwirksamkeit und einer eingeschränkten gesellschaftlichen Teilhabe.

Genau hier setzt das neue Hilfsangebot des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V. an.

Gerald Hehl, Bereichsleitung im Kreisdiakonischen Werk Stralsund e.V., betont: „Die Förderzusage der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE war der alles entscheidende Baustein für die Etablierung unseres Hilfsangebotes. Ohne diese Basis könnten wir nicht an den Start gehen. Danke an alle, die ein Los der bekannten Soziallotterie besitzen und uns damit gleichzeitig hier in Stralsund unterstützen.“

Über die Deutsche Fernsehlotterie
Im Jubiläumsjahr 2026 feiert Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie ihr 70-jähriges Bestehen und steht seit 1956 für das Motto „Gewinnen & Helfen“. 755.000 Personen konnten sich im Jahr 2025 über einen Gesamtgewinn von mehr als 45 Millionen Euro freuen. Mit jedem Spieleinsatz fördern die Mitspielerinnen und Mitspieler gleichzeitig soziale Projekte in ganz Deutschland.
Allein im Jahr 2025 wurden über 70 Millionen Euro an mehr als 400 karitative Projekte ausgeschüttet. Auf Mecklenburg-Vorpommern entfielen dabei 16 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 2,5 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren konnten so insgesamt 143 soziale Vorhaben mit 19,9 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt werden.

Über das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V.
Das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. ist als gemeinnütziger diakonischer Träger mit über 30 Jahren Erfahrung im Landkreis Vorpommern-Rügen tätig und versteht sich als verlässlicher Partner in der sozialen Arbeit der Region. Mit Hauptsitz am Carl-Heydemann-Ring 55 in Stralsund arbeitet der Verein dezentral an zahlreichen Standorten – vom Festland bis zu den Inseln Rügen und Hiddensee. Es gliedert sich in vier Fachbereiche: Kindertagesstätten, Soziale Dienste, Gemeinwesenarbeit, Verwaltung sowie Ehrenamt und Stabsstellen. Insgesamt werden über 30 Einsatzstellen betrieben, die ein breites Spektrum sozialer und pädagogischer Angebote vorhalten – von der frühkindlichen Bildung über Hilfen zur Erziehung, Beratungsstellen, Jugendarbeit bis hin zu inklusiven Kultur- und Begegnungszentren und Migrationssozialarbeit.
Rund 350 Mitarbeitende sind beim Kreisdiakonischen Werk Stralsund beschäftigt und werden darüber hinaus von rund 270 Ehrenamtlichen in vielfältigen Bereichen unterstützt – ein besonders hervorzuhebendes Engagement.

Bewährte Strukturen werden ausgebaut: Das Nachbarschaftszentrum Auferstehungskirche als Standort

Schon seit fast 10 Jahren gibt es im Nachbarschaftszentrum Auferstehungskirche den regelmäßig stattfindenden Frauenabend „Ladies Lounge“. Gegenüber im Pfarrhaus wird mit Fachdiensten kontinuierlich Integrationsarbeit geleistet. Mit Hilfe des Deutschen Hilfswerks/Deutsche Fernsehlotterie kann nun das Kreisdiakonische Werk Stralsund diese bestehenden Angebote insbesondere für Frauen mit Migrationshintergrund auf besondere Weise erweitern und eine vom Landkreis Vorpommern-Rügen bestätigte Versorgungslücke schließen.

Cornelia Gürgen, Projektleiterin des Soziokulturellen Frauenzentrums, erläutert: „Mit unserem neuen Hilfsangebot schließen wir gezielt die Lücken bestehender Integrationsangebote. Wir bieten ein innovatives, niedrigschwelliges Lern- und Begegnungszentrum an. Unser Ansatz unterscheidet sich dabei bewusst von klassischen Maßnahmen: Statt formaler Bildung, Teilnahmeverpflichtungen oder Erwerbsintegration bieten wir einen freiwilligen, sicheren Raum ohne Leistungsdruck und bürokratische Hürden.“

Das Zentrum verbindet alltagsnahe Lerncafés, kreative Werkstätten und Bewegungsangebote. Die Frauen bestimmen selbst, welche Themen für sie relevant sind, wo ihre Interessen liegen und in welchem Tempo sie teilnehmen. Durch gemeinsame Aktivitäten, Sprachförderung, Beratung zu Gesundheit, Bildung und Alltagsbewältigung werden die Teilnehmerinnen gestärkt. Sie bringen Erfahrungen, Wünsche und Kompetenzen mit ein und gestalten aktiv das Angebot. Weitere Bausteine sind die Stärkung digitaler Kompetenzen, praktische Hilfen für den Alltag und Formate zur Förderung von Selbstwertgefühl und Orientierung. Eine flexible Kinderbetreuung erleichtert insbesondere Müttern die Teilnahme. „Wir rechnen mit jährlich rund 80 bis 100 Frauen, die aktiv teilnehmen“, so Cornelia Gürgen.

Wirkung über das Zentrum hinaus

Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE, unterstreicht: „Das geförderte Projekt leistet einen aktiven Beitrag zu einem solidarischen Miteinander in Stralsund. Es entstehen neue soziale Kontakte, gegenseitiges Verständnis und Empathie für verschiedene Lebenslagen von Frauen mit einer Migrationsgeschichte. Das Konzept wirkt dabei bewusst über das Zentrum selbst hinaus in den Stadtteil und die lokale Gesellschaft. Dabei helfen wir gern.“

Über die Deutsche Fernsehlotterie
Im Jubiläumsjahr 2026 feiert Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie ihr 70-jähriges Bestehen und steht seit 1956 für das Motto „Gewinnen & Helfen“. 755.000 Personen konnten sich im Jahr 2025 über einen Gesamtgewinn von mehr als 45 Millionen Euro freuen. Mit jedem Spieleinsatz fördern die Mitspielerinnen und Mitspieler gleichzeitig soziale Projekte in ganz Deutschland.
Allein im Jahr 2025 wurden über 70 Millionen Euro an mehr als 400 karitative Projekte ausgeschüttet. Auf Mecklenburg-Vorpommern entfielen dabei 16 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 2,5 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren konnten so insgesamt 143 soziale Vorhaben mit 19,9 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt werden.

Über das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V.
Das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. ist als gemeinnütziger diakonischer Träger mit über 30 Jahren Erfahrung im Landkreis Vorpommern-Rügen tätig und versteht sich als verlässlicher Partner in der sozialen Arbeit der Region. Mit Hauptsitz am Carl-Heydemann-Ring 55 in Stralsund arbeitet der Verein dezentral an zahlreichen Standorten – vom Festland bis zu den Inseln Rügen und Hiddensee. Es gliedert sich in vier Fachbereiche: Kindertagesstätten, Soziale Dienste, Gemeinwesenarbeit, Verwaltung sowie Ehrenamt und Stabsstellen. Insgesamt werden über 30 Einsatzstellen betrieben, die ein breites Spektrum sozialer und pädagogischer Angebote vorhalten – von der frühkindlichen Bildung über Hilfen zur Erziehung, Beratungsstellen, Jugendarbeit bis hin zu inklusiven Kultur- und Begegnungszentren und Migrationssozialarbeit.
Rund 350 Mitarbeitende sind beim Kreisdiakonischen Werk Stralsund beschäftigt und werden darüber hinaus von rund 270 Ehrenamtlichen in vielfältigen Bereichen unterstützt – ein besonders hervorzuhebendes Engagement.

Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie gGmbH, Marén Stump, pädagogische Mitarbeiterin im Projekt; Frank Hunger, Vorstandsvorsitzender des Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.; Gerald Hehl, Bereichsleitung im Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.; Franziska Rohde, Abt. Förderwesen des Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.; Cornelia Gürgen ist Projektleiterin des Soziokulturellen Frauenzentrums & Enaam Ayoub, pädagogische Mitarbeiterin im Projekt bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme in Stralsund
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